Indonesien schlägt bahnbrechende KI-Urheberrechtsregeln vor

Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf zum Urhe­ber­recht, ein­ge­reicht im Mai 2026, führt einen Test der mensch­li­chen Betei­li­gung ein, um den recht­li­chen Sta­tus von KI-gene­rier­ten Inhal­ten zu bestim­men. Wer­ke mit wesent­li­cher mensch­li­cher krea­ti­ver Kon­trol­le erhal­ten vol­len Urhe­ber­rechts­schutz; voll­stän­dig auto­no­me KI-Aus­ga­ben erhal­ten nur ein­ge­schränk­te ver­wand­te Schutz­rech­te, die den Sys­tem­be­trei­bern gehö­ren. Der Gesetz­ent­wurf schreibt außer­dem eine KI-Offen­le­gungs­pflicht vor, ver­bie­tet die Nach­ah­mung von Sti­len und ver­pflich­tet Platt­for­men, Urhe­ber für Trai­nings­da­ten zu ent­schä­di­gen. Die Bera­tun­gen blei­ben umstrit­ten, doch die Mecha­nik des Rah­men­werks offen­bart eine weit grö­ße­re Kom­ple­xi­tät im Detail.

Warum Indonesien das Urheberrecht für das KI-Zeitalter neu schreibt

Indonesien gestaltet das Urheberrecht neu

Weil das indo­ne­si­sche Recht nie dafür geschaf­fen wur­de, die Fra­ge zu beant­wor­ten, ob eine Maschi­ne schöp­fe­risch tätig sein kann, sehen sich Regu­lie­rungs­be­hör­den nun gezwun­gen, Gren­zen zu zie­hen, die das gel­ten­de Gesetz schlicht nicht zie­hen kann. Das Gesetz Nr. 28 von 2014 beruht auf einem his­to­ri­schen Hin­ter­grund, der in der mensch­li­chen Urhe­ber­schaft ver­wur­zelt ist, und ver­langt Ori­gi­na­li­tät, die aus geis­ti­ger Anstren­gung ent­steht, nicht aus algo­rith­mi­scher Aus­ga­be. Das DGIP besteht dar­auf, dass Urhe­ber­recht eine „mensch­li­che Note” erfor­dert, und kein rein KI-gene­rier­tes Werk hat jemals Schutz erhal­ten. Die­se Starr­heit steht im Wider­spruch zu glo­ba­len Ent­wick­lun­gen und ver­an­lasst inter­na­tio­na­le Ver­glei­che mit Rechts­ord­nun­gen, die sich bereits mit maschi­nell erzeug­ten Inhal­ten aus­ein­an­der­set­zen. Indo­ne­si­en kann die­sen Druck nicht igno­rie­ren. Der Gesetz­ent­wurf zum Urhe­ber­recht 2026 reagiert direkt dar­auf und führt ein eige­nes Kapi­tel für KI-bezo­ge­ne Wer­ke ein. Die Gesetz­ge­ber war­ten nicht auf einen Kon­sens; sie erzwin­gen Klar­heit in einem recht­li­chen Rah­men, der für eine Welt ohne gene­ra­ti­ve Maschi­nen geschaf­fen wurde.

Was ist der KI-Menschenbeteiligungstest?

Im Zen­trum des vor­ge­schla­ge­nen Rah­men­werks Indo­ne­si­ens steht ein neu­er recht­li­cher Stan­dard, der Test der mensch­li­chen Betei­li­gung, der dar­auf abzielt, ech­te Urhe­ber­schaft von maschi­nell erzeug­ten Ergeb­nis­sen zu unter­schei­den. Die­ser Test dreht sich um eine kla­re Fra­ge: Hat eine natür­li­che Per­son eine wesent­li­che krea­ti­ve Steue­rung aus­ge­übt, oder hat das KI-Sys­tem mit mini­ma­lem mensch­li­chen Bei­trag ope­riert? Wer­ke, die die höhe­re Schwel­le erfül­len, qua­li­fi­zie­ren sich für vol­len Urhe­ber­rechts­schutz, wäh­rend voll­stän­dig auto­no­me KI-Ergeb­nis­se, denen eine bedeut­sa­me mensch­li­che Krea­ti­vi­tät fehlt, vom regu­lä­ren Urhe­ber­recht aus­ge­schlos­sen sind und nur einen begrenz­ten Schutz durch ver­wand­te Schutz­rech­te erhalten.

Definition der menschlichen kreativen Beteiligung

Da das indo­ne­si­sche Recht einen Urhe­ber strikt als natür­li­che Per­son defi­niert, muss­te der Ver­ord­nungs­ent­wurf einen Mecha­nis­mus zur Behand­lung maschi­nell erzeug­ter Inhal­te erfin­den, und die­ser Mecha­nis­mus ist der Test der mensch­li­chen Betei­li­gung. Im Kern stellt der Test eine unver­blüm­te Fra­ge: Hat eine Per­son ech­te krea­ti­ve Kon­trol­le aus­ge­übt, oder lief die Maschi­ne ein­fach von selbst? Mini­ma­ler mensch­li­cher Bei­trag ent­zieht dem Werk den Autoren­sta­tus und degra­diert es zu einem auto­nom erzeug­ten Out­put mit begrenz­ten, leis­tungs­schutz­rechts­ähn­li­chen Rech­ten. Sub­stan­ti­el­le krea­ti­ve Steue­rung hin­ge­gen belässt den Men­schen in der Ver­ant­wor­tung und bewahrt den vol­len Urhe­ber­rechts­schutz. Dies ist kei­ne büro­kra­ti­sche For­ma­li­tät, son­dern eine kla­re Grenz­li­nie, die Schöp­fer, Unter­neh­men und Ein­set­zen­de dazu zwingt, nach­zu­wei­sen, wer das Werk tat­säch­lich gestal­tet hat, bevor sie des­sen Eigen­tum für sich beanspruchen.

Voraussetzungen für die Urheberrechtsfähigkeit

Wo die vor­he­ri­ge Dis­kus­si­on die Gren­ze zog, legt die­ser Abschnitt dar, wie die­se Gren­ze gemes­sen wird. Die urhe­ber­recht­li­che Schutz­fä­hig­keit ver­langt mensch­li­che Ori­gi­na­li­tät, nicht blo­ße Maschi­nen­aus­ga­be, die als Kunst aus­ge­ge­ben wird. Indo­ne­si­ens vor­ge­schla­ge­ner Test fragt, ob der krea­ti­ve Fin­ger­ab­druck einer Per­son , nicht das Mus­ter­ab­gleichs­ver­fah­ren eines Algo­rith­mus , das end­gül­ti­ge Werk prägt. Die Krea­ti­vi­täts­schwel­le ist nicht deko­ra­tiv, sie ist ent­schei­dend und trennt schutz­fä­hi­ge Aus­drucks­for­men von auto­ma­ti­sier­ter Produktion.

Ele­ment Anfor­de­rung Kon­se­quenz
Urhe­ber Ein­zel­ne® Mensch(en) Muss mensch­lich sein, nicht Software
Bei­trag Ori­gi­nä­rer krea­ti­ver Input Erfüllt die Kreativitätsschwelle
Art der Ausgabe KI-unter­stützt vs. KI-generiert Bestimmt das Schutzniveau
Mensch­li­che Note Wesent­li­che Bearbeitung Begrün­det den Anspruch auf Urheberschaft

Die­se Struk­tur erzwingt Klar­heit und ver­langt von den Schöp­fern den Nach­weis, dass ihre Hand das Werk geprägt hat, nicht nur ausgelöst.

Autonomes KI-Werk ausgeschlossen

Die Mes­sung des krea­ti­ven Fin­ger­ab­drucks erfor­dert einen tat­säch­li­chen Mecha­nis­mus, und die­ser Mecha­nis­mus ist der Test der mensch­li­chen Betei­li­gung. Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf zieht eine kla­re Gren­ze, Wer­ke, die voll­stän­dig aus auto­no­mer KI-Ver­ar­bei­tung ent­stan­den sind, unter­lie­gen dem auto­ma­ti­schen Aus­schluss vom Urhe­ber­rechts­schutz. Kein mensch­li­cher Urhe­ber, kein Schutz, die­se Regel ist nicht ver­han­del­bar. Das Gesetz ver­langt mensch­li­che Ori­gi­na­li­tät als ent­schei­den­den Fak­tor, nicht maschi­nel­le Aus­ga­ben, die als Kunst getarnt sind. Wenn ein Sys­tem Inhal­te ohne bedeu­tungs­vol­le mensch­li­che Steue­rung erzeugt, fällt die­se Aus­ga­be voll­stän­dig aus dem Stan­dardur­he­ber­recht her­aus, obwohl ein begrenz­ter Schutz durch ver­wand­te Schutz­rech­te wei­ter­hin für den Betrei­ber gel­ten kann. Die­se Unter­schei­dung ist wich­tig, weil sie ech­te Schöp­fer davor schützt, von Algo­rith­men über­schat­tet zu wer­den. Die Bot­schaft ist klar, Frei­heit zu schaf­fen bedeu­tet Frei­heit zu kon­trol­lie­ren, und Maschi­nen, die allein han­deln, kön­nen die­ses Men­schen­recht nicht für sich beanspruchen.

Wer besitzt das Urheberrecht an KI-unterstützten Werken?

Wie viel mensch­li­cher Auf­wand ist nötig, um ein KI-unter­stütz­tes Werk zu besit­zen? Das indo­ne­si­sche Recht ver­langt eine wesent­li­che krea­ti­ve Kon­trol­le, kein pas­si­ves Promp­ting, bevor Eigen­tums­rech­te ent­ste­hen. Der mensch­li­che Urhe­ber bleibt zen­tral, doch die Fra­ge, wer die­se Rech­te hält, Ent­wick­ler, Betrei­ber oder End­nut­zer, hängt voll­stän­dig von Betei­li­gung und Ver­hand­lung ab. Das Eigen­tum des Ent­wick­lers setzt sich oft stan­dard­mä­ßig durch, sofern ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen nichts ande­res fest­le­gen. Unter­neh­men, die auf gene­ra­ti­ve KI set­zen, müs­sen die­se Bedin­gun­gen im Vor­aus klä­ren, sonst dro­hen spä­ter Streitigkeiten.

Par­tei Rol­le Wahr­schein­lich­keit des Eigentums
Ent­wick­ler Baut das KI-Tool Hoch, ohne Vereinbarung
Betrei­ber Betreibt die Plattform Mäßig, ver­trags­ab­hän­gig
End­nut­zer Lie­fert krea­ti­ven Input Stark, bei wesent­li­cher Kontrolle

Nut­zungs­be­din­gun­gen, wie die Richt­li­ni­en von Ado­be Stock, regeln die­se Ansprü­che oft schon vor Beginn der Erstellung.

Welchen Schutz erhalten vollständig autonome KI-Werke?

Betreibereigentum über KI

Was pas­siert, wenn eine Maschi­ne etwas erschafft, das voll­stän­dig auf sich allein gestellt ent­steht, ohne eine bedeut­sa­me mensch­li­che Hand, die das Ergeb­nis lenkt? Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf ant­wor­tet mit einer kla­ren Ver­wei­ge­rung des vol­len Urhe­ber­rechts, und zwar zu Recht, da die mensch­li­che Urhe­ber­schaft das Rück­grat des Geset­zes bleibt. Statt­des­sen fal­len die­se Ergeb­nis­se in eine enge­re Kate­go­rie: ver­wand­te Schutz­rech­te, ein Sta­tus, der eher den Leis­tungs­schutz­rech­ten als ech­tem Eigen­tum ähnelt. Dies ist nicht das vol­le Gewicht des Urhe­ber­rechts, aber es ist auch nicht nichts. Ent­schei­dend ist, dass der Gesetz­ent­wurf das Eigen­tum des Betrei­bers dem­je­ni­gen zuweist, der das KI-Sys­tem beauf­tragt oder betrie­ben hat, und damit die unmög­li­che Fra­ge der maschi­nel­len Urhe­ber­schaft umgeht. Es ist eine prag­ma­ti­sche Lösung, wenn auch eine unbe­frie­di­gen­de, die es Schöp­fern und Unter­neh­men glei­cher­ma­ßen über­lässt, ein Sys­tem zu steu­ern, das Inves­ti­tio­nen mehr schützt als Vor­stel­lungs­kraft, und Kon­trol­le mehr als Kreativität.

Neue Offenlegungsvorschriften für KI-generierte Inhalte

Abge­se­hen von Eigen­tums­fra­gen bleibt Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf nicht bei der Ent­schei­dung ste­hen, wer die Rech­te hält, er ver­langt auch Trans­pa­renz dar­über, wie das Werk ent­stan­den ist. Der Ent­wurf ver­langt die aus­drück­li­che Offen­le­gung von KI-Betei­li­gung bei Video­spie­len, Foto­gra­fie, Jour­na­lis­mus, Fil­men und Com­pu­ter­pro­gram­men und lässt Schöp­fern kaum Raum, über ihre Werk­zeu­ge zu schwei­gen. Auch Tech-Platt­for­men ste­hen unter der glei­chen Beob­ach­tung und sind gezwun­gen, den KI-Ein­satz offen­zu­le­gen, wenn sie Nach­rich­ten für Trai­nings­zwe­cke agg­re­gie­ren oder erneut ver­öf­fent­li­chen. Doch die Durch­set­zung der Offen­le­gungs­pflicht bleibt unklar, da bis­her weder Stra­fen noch Über­prü­fungs­me­cha­nis­men fest­ge­legt sind. Zugleich ver­stär­ken Kenn­zeich­nungs­pro­ble­me die Unsi­cher­heit, Kom­di­gis Was­ser­zei­chen-Regel hat weder einen ver­öf­fent­lich­ten Text noch ein Inkraft­tre­tungs­da­tum und bleibt recht­lich wir­kungs­los, bis die Prä­si­di­al­ver­ord­nung zur KI abge­schlos­sen ist. Schöp­fer ver­die­nen kla­re­re Regeln, kei­ne offe­nen Versprechen.

Warum KI den Stil eines Schöpfers nicht kopieren kann

KI kann Kunstfertigkeit nicht nachbilden

Da das indo­ne­si­sche Urhe­ber­recht die Urhe­ber­schaft an die mensch­li­che Per­sön­lich­keit bin­det, kann KI schlicht nicht als Schöp­fer im Sin­ne des UUHC gel­ten. Die­se Logik setzt sich direkt in der schüt­zends­ten Klau­sel des Gesetz­ent­wurfs fort: einem aus­drück­li­chen Ver­bot der Stil­nach­bil­dung. Die Gesetz­ge­ber haben die­se Regel ent­wor­fen, um die künst­le­ri­sche Iden­ti­tät zu schüt­zen, in der Erkennt­nis, dass die unver­wech­sel­ba­re Stim­me eines Schöp­fers , sei es in Pro­sa, bil­den­der Kunst oder Musik , etwas zutiefst Per­sön­li­ches dar­stellt, das kei­ne Maschi­ne recht­mä­ßig für sich bean­spru­chen kann. KI kann unter­stüt­zen, gene­rie­ren und Vor­schlä­ge machen, aber sie darf die cha­rak­te­ris­ti­schen Tech­ni­ken eines bestimm­ten Künst­lers nicht ohne Erlaub­nis legal nach­ah­men. Die­se Gren­ze ist von Bedeu­tung, weil sie arbei­ten­de Krea­ti­ve davor schützt, von Sys­te­men, die dar­auf trai­niert wur­den, ihre Arbeit zu imi­tie­ren, tech­no­lo­gisch über­holt zu wer­den. Indo­ne­si­ens Hal­tung ist ein­deu­tig: künst­le­ri­sche Iden­ti­tät gehört Men­schen, nicht Algo­rith­men, und Nach­ah­mung ohne Zustim­mung über­schrei­tet eine fes­te recht­li­che Grenze.

Wie Nachrichtenverlage für KI-Trainingsdaten bezahlt werden

Wäh­rend Indo­ne­si­en über ver­bind­li­che Ver­gü­tungs­re­geln nach­denkt, zeigt der glo­ba­le Markt, dass sich Ver­la­ge bereits ech­tes Geld für KI-Trai­nings­da­ten sichern, wobei der 250-Mil­lio­nen-Dol­lar-Deal von News Corp mit Ope­nAI einen Maß­stab setzt, den auch klei­ne­re Ver­la­ge nicht igno­rie­ren kön­nen. Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten ent­wi­ckeln sich zu einem ent­schei­den­den Bau­stein die­ses Puz­zles und ver­schaf­fen klei­ne­ren Ver­la­gen eine Ver­hand­lungs­macht, die sie allein gegen­über Tech­no­lo­gie­kon­zer­nen mit Mil­li­ar­den­bud­gets nie­mals errei­chen könn­ten. Die Lizen­zie­rung von Nach­rich­ten­in­hal­ten für das KI-Trai­ning hat sich von einem Expe­ri­ment zu einer Not­wen­dig­keit ent­wi­ckelt, wobei die Erlös­mo­del­le von Pau­schal­ge­büh­ren bis hin zu nut­zungs­ab­hän­gi­gen Craw­ling-Gebüh­ren rei­chen , ein Beweis dafür, dass Ver­la­ge, die sich nicht orga­ni­sie­ren, ris­kie­ren, aus einem Markt aus­ge­schlos­sen zu wer­den, der bis 2027 vor­aus­sicht­lich 2 bis 3 Mil­li­ar­den Dol­lar errei­chen wird.

Verpflichtende Vergütung für das Training mit Nachrichteninhalten

Wenn Tech-Platt­for­men Nach­rich­ten­in­hal­te scra­pen, erneut ver­öf­fent­li­chen oder Link­vor­schau­en dar­aus gene­rie­ren, ver­langt Indo­ne­si­ens Geset­zes­ent­wurf, dass sie dafür bezah­len, und die­se Ver­pflich­tung erstreckt sich aus­drück­lich auch auf KI-Trai­nings­da­ten. Der Ver­gü­tungs­me­cha­nis­mus endet dabei nicht beim Jour­na­lis­mus, son­dern erfasst auch Video­spie­le, Foto­gra­fie, Com­pu­ter­pro­gram­me und Fil­me, wobei krea­ti­ve Arbeit schlicht als krea­ti­ve Arbeit behan­delt wird, Punkt. Den­noch ist der Anwen­dungs­be­reich für Trai­nings­da­ten nicht abso­lut: Fair-Use-Bestim­mun­gen und Lizenz­ver­ein­ba­run­gen blei­ben gül­ti­ge Wege, die den Platt­for­men Ver­hand­lungs­spiel­raum las­sen, statt blind Gebüh­ren zah­len zu müs­sen. Wer die Regeln jedoch igno­riert, muss mit Kon­se­quen­zen rech­nen, zu den Sank­tio­nen kann der Ent­zug loka­ler Geschäfts­li­zen­zen gehö­ren, eine Stra­fe, die schwer genug ist, um den Markt­zu­gang gänz­lich zu gefähr­den. Indo­ne­si­en signa­li­siert damit, dass loka­les Wirt­schaf­ten bedeu­tet, loka­le Schöp­fer zu respek­tie­ren, kei­ne Aus­nah­men, kei­ne Abkür­zun­gen, kei­ne Tritt­brett­fahr­ten auf der Arbeit anderer.

Rolle der Verwertungsgesellschaften

Da Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf die Ver­gü­tung über Ver­mitt­ler lei­tet, statt direk­te Zah­lun­gen vor­zu­se­hen, sehen Nach­rich­ten­ver­la­ge kei­ne Rupiah für KI-Trai­nings­da­ten, bis die­se zunächst eine staat­lich über­wach­te Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft durch­lau­fen hat. Die­se CMOs, defi­niert als gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen, erhe­ben Lizenz­ge­büh­ren von Tech-Platt­for­men und über­neh­men die Ver­tei­lung der Tan­tie­men an die Ver­la­ge, jedoch nur, wenn ein gül­ti­ger Ver­trag besteht, gemäß Arti­kel 87(4). Kei­ne unter­schrie­be­ne Ver­ein­ba­rung bedeu­tet kei­nen durch­setz­ba­ren Anspruch, Punkt. Die neue Natio­na­le Kom­mis­si­on für kol­lek­ti­ve Rech­te­wahr­neh­mung, KMKN, fügt eine wei­te­re Ebe­ne der CMO-Auf­sicht hin­zu, indem sie Tari­fe und Berech­nungs­me­tho­den fest­legt und Trans­ak­tio­nen über eine Echt­zeit-Daten­bank über­wacht. Ver­la­ge gewin­nen Struk­tur und ver­meint­li­che Trans­pa­renz, ver­lie­ren jedoch die direk­te Kon­trol­le über ihre eige­ne Ver­gü­tung und tau­schen Auto­no­mie gegen ein Sys­tem, das auf staat­li­cher Auf­sicht und büro­kra­ti­schen Kon­troll­punk­ten beruht.

Lizenzierung von Nachrichteninhalten für KI

Kos­ten­lo­ses Scra­pen von Nach­rich­ten­in­hal­ten, einst eine gän­gi­ge Pra­xis für KI-Ent­wick­ler, ist unter Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf nicht mehr mög­lich. Platt­for­men ste­hen nun vor einer Wahl: Inhal­te lizen­zie­ren oder den Zugang voll­stän­dig ver­lie­ren. Die­ser Wan­del rückt Lizen­zie­rungs­rah­men ins Zen­trum der KI-Ent­wick­lung und zwingt Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men dazu, zu ver­han­deln, statt Wer­te unkon­trol­liert zu extra­hie­ren. Die Regeln ver­lan­gen kon­kre­te Maßnahmen:

  1. Geneh­mi­gung ein­ho­len, bevor Nach­rich­ten­ar­ti­kel in Trai­nings­da­ten­sät­zen ver­wen­det werden.
  2. Ent­schä­di­gung zah­len für das Agg­re­gie­ren, erneu­te Ver­öf­fent­li­chen oder das Gene­rie­ren von Link-Vorschauen.
  3. Bestim­mun­gen zur fai­ren Nut­zung ein­hal­ten oder mit dem Ent­zug der Geneh­mi­gung rechnen.

Eine Ent­schä­di­gung für Nach­rich­ten­in­hal­te ist nicht mehr optio­nal, sie ist ver­pflich­tend. Ver­la­ge gewin­nen einen Ver­hand­lungs­vor­teil, den sie seit Jah­ren nicht hat­ten, wäh­rend Platt­for­men Bud­get für den Erwerb von Inhal­ten ein­pla­nen müs­sen, anstatt Jour­na­lis­mus als kos­ten­lo­ses Roh­ma­te­ri­al für algo­rith­mi­schen Gewinn zu behandeln.

Sind Plattformen für KI-generierte Urheberrechtsverletzungen haftbar?

War­um soll­ten Platt­for­men der Ver­ant­wor­tung ent­ge­hen, wenn sich rechts­ver­let­zen­de Inhal­te über ihre Sys­te­me ver­brei­ten? Das Urteil des indo­ne­si­schen Ver­fas­sungs­ge­richts von 2024 sagt: Nein. Die Durch­set­zung durch Platt­for­men ist nicht mehr optio­nal, Betrei­ber von Markt­plät­zen und UGC-Platt­for­men müs­sen aktiv gegen rechts­ver­let­zen­de Waren vor­ge­hen, statt sie pas­siv zu hos­ten. Arti­kel 10 erfasst die­se Platt­for­men nun direkt und erwei­tert den Haf­tungs­um­fang über tra­di­tio­nel­le Ver­mitt­ler hinaus.

Die Novel­le ver­schärft dies wei­ter. Platt­for­men, die bei gemel­de­ten Rechts­ver­let­zun­gen nicht inner­halb ver­bind­li­cher Fris­ten han­deln, müs­sen mit ech­ten Kon­se­quen­zen rech­nen. Wer bestimm­te Nut­zer­schwel­len über­schrei­tet, muss auto­ma­ti­sier­te Tools zur Inhalts­er­ken­nung ein­set­zen, detail­lier­te Pro­to­kol­le füh­ren und schnell reagie­ren, oder dafür gera­de­ste­hen. Die Haf­tung erstreckt sich nun auch auf KI-gene­rier­te rechts­ver­let­zen­de Wer­ke und erfasst damit Platt­form­be­trei­ber, die deren Ver­brei­tung ermöglichen.

Die Bot­schaft ist klar: Hand­lungs­frei­heit ver­langt Ver­ant­wor­tung, nicht Gleichgültigkeit.

Warum NFTs kein Urheberrecht übertragen

NFT-Eigentum schließt Urheberrecht aus

Der Kauf eines NFTs fühlt sich an wie der Kauf von Kunst, aber das Gesetz behan­delt es als etwas weit Gerin­ge­res. Das Urhe­ber­recht geht davon aus, dass die Rech­te beim Schöp­fer blei­ben, sofern kei­ne schrift­li­che Abtre­tung etwas ande­res fest­legt. Token-Rech­te und das Eigen­tum an Meta­da­ten sind kein Urhe­ber­recht, unab­hän­gig davon, wie der Markt­platz sie ver­mark­tet. Käu­fer erhal­ten ein Block­chain-Zer­ti­fi­kat, kei­ne krea­ti­ve Kontrolle.

Betrach­ten wir, was NFT-Eigen­tum tat­säch­lich umfasst:

  1. Den Token selbst, auf­ge­zeich­net auf der Blockchain.
  2. Die mit dem Asset ver­knüpf­ten Metadaten.
  3. Nichts, was dem Kopie­ren, Repro­du­zie­ren oder Ver­brei­ten des zugrun­de lie­gen­den Werks ähnelt.

Dies ent­spricht dem Kauf eines Gemäl­des, bei dem man die Lein­wand besitzt, ohne die Repro­duk­ti­ons­rech­te zu besit­zen. Gemäß 17 U.S.C. §204(a) über­trägt nur eine aus­drück­li­che schrift­li­che Ver­ein­ba­rung das Urhe­ber­recht. Indo­ne­si­ens vor­ge­schla­ge­ne Rege­lun­gen ver­stär­ken die­se Tren­nung und schüt­zen Schöp­fer davor, dass Käu­fer Rech­te anneh­men, die nie­mals gewährt wurden.

Was kommt als Nächstes für Indonesiens KI-Urheberrechtsgesetz?

Der Gesetz­ent­wurf geht nun in die gemein­sa­men Bera­tun­gen zwi­schen dem Reprä­sen­tan­ten­haus und der Regie­rung, ein Pro­zess, der sich ange­sichts der gesetz­ge­be­ri­schen Erfolgs­bi­lanz Indo­ne­si­ens typi­scher­wei­se über Mona­te, wenn nicht län­ger, hin­zieht. Ein Son­der­aus­schuss muss gebil­det wer­den, um die tech­ni­schen Details aus­zu­ar­bei­ten, ein­schließ­lich der Fra­ge, wie die Durch­set­zung tat­säch­lich funk­tio­nie­ren soll, sobald das Gesetz in Kraft tritt. Die Gesetz­ge­ber ste­hen unter wach­sen­dem Druck, schnell zu han­deln, da KI-gene­rier­te Inhal­te wei­ter­hin die indo­ne­si­schen Märk­te über­schwem­men, wäh­rend der recht­li­che Rah­men wei­ter­hin in der Schwe­be bleibt.

Zeitplan für gemeinsame Beratungen voraus

Nach­dem Indo­ne­si­ens Urhe­ber­rechts­än­de­rungs­ge­setz im März 2026 sei­ne Initi­ie­rungs­pha­se abge­schlos­sen hat, befin­det es sich nun in der gemein­sa­men Bera­tung, wobei die offi­zi­el­le Vor­la­ge der Regie­rung am 26. Mai 2026 die Prü­fung auf Aus­schuss­ebe­ne ein­lei­te­te. Die­ser Pro­zess erfor­dert eine abge­stimm­te Ver­hand­lung zwi­schen den Mit­glie­dern des DPR und den Regie­rungs­ver­tre­tern, und Bera­tungs­schwie­rig­kei­ten zei­gen sich bereits bei den KI-spe­zi­fi­schen Klau­seln, die noch unge­klärt sind. Zeit­plan-Pro­gno­sen deu­ten dar­auf hin, dass die Gesetz­ge­ber dies nicht über­stür­zen werden:

  1. Die Kom­ple­xi­tät der KI-Bestim­mun­gen könn­te die Dis­kus­sio­nen bis weit in die zwei­te Hälf­te des Jah­res 2026 hineinziehen.
  2. Unde­fi­nier­te Schwel­len­wer­te für mensch­li­che Betei­li­gung erfor­dern wei­te­re Klä­rung vor der Finalisierung.
  3. Wider­stand von Inter­es­sen­grup­pen, ein­schließ­lich Kri­tik von Tech­no­lo­gie­gi­gan­ten wie Goog­le, erhöht den Druck, das Ver­fah­ren zu verlangsamen.

Bür­ger, die Klar­heit über krea­ti­ve Frei­heit und KI-Ver­ant­wort­lich­keit suchen, soll­ten sich auf einen lang­wie­ri­gen, kon­tro­ver­sen Gesetz­ge­bungs­kampf einstellen.

Bildung und Umsetzung des Ausschusses

Jen­seits der Debat­te über die Zeit­plä­ne legt Indo­ne­si­ens Gesetz­ent­wurf eine kon­kre­te struk­tu­rel­le Neu­ord­nung dar, die die Gesetz­ge­ber nach der Ver­ab­schie­dung umset­zen müs­sen. Im Zen­trum die­ser Neu­ord­nung steht die neue Natio­na­le Kom­mis­si­on für kol­lek­ti­ve Rech­te­wahr­neh­mung, ein Gre­mi­um, dem Auf­sichts­be­fug­nis­se ver­lie­hen wur­den, um Tan­tie­men­ta­ri­fe fest­zu­le­gen und Zah­lungs­me­tho­den für die digi­ta­le Ver­brei­tung vor­zu­schrei­ben. Ein­zel­ne LMKs, nicht die LMKN, wer­den künf­tig die Auf­ga­ben der Erfas­sung und Ver­tei­lung direkt über­neh­men, ein Wan­del, der neue Infra­struk­tur und Rechen­schafts­me­cha­nis­men erfor­dert. Von den Regu­lie­rungs­be­hör­den wird zudem erwar­tet, dass sie sich von einer reak­ti­ven Durch­set­zung des Safe-Har­bor-Prin­zips hin zu einer akti­ven Auf­sicht über Platt­for­men und Markt­plät­ze bewe­gen. Nach der Ein­rei­chung des Gesetz­ent­wurfs am 26. Mai 2026 sieht der regu­la­to­ri­sche Zeit­plan Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen inner­halb von zwölf Mona­ten nach der Ver­ab­schie­dung vor, sodass wenig Raum für Ver­zö­ge­run­gen oder Halb­maß­nah­men bleibt.

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