Anzahl der KI-Urheberrechtsklagen in den USA erreicht 142

Mehr als 140 KI-Urhe­ber­rechts­kla­gen lie­gen der­zeit vor US-Bun­des­ge­rich­ten, und jede ein­zel­ne stellt Fair Use auf die Pro­be, bevor sich ein Prä­ze­denz­fall eta­bliert. Ope­nAI, Anthro­pic, Goog­le und Meta sehen sich Ver­la­gen, Autoren, Musi­kern und Nach­rich­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen gegen­über, die Zah­lun­gen für abge­schöpf­tes Mate­ri­al for­dern. Die Gerich­te sind sich uneins dar­über, was recht­mä­ßi­ge Beschaf­fung und was Pira­te­rie ist, wäh­rend Ver­glei­che wie Anthro­pics 1,5‑Milliarden-Dollar-Deal neue Maß­stä­be set­zen. Der Kampf ist noch lan­ge nicht vor­bei, und die Details zei­gen genau, warum.

Warum US-KI-Urheberrechtsklagen im Jahr 2026 zunehmen

Urheberrechtsklagen nehmen zu warum

War­um ist die Zahl der KI-Urhe­ber­rechts­kla­gen in den USA in kaum mehr als einem Jahr auf über 140 explo­diert? Die Ant­wort liegt in Umfang und Ein­satz. KI-Sys­te­me wer­den heu­te mit rie­si­gen Men­gen an Text, Bil­dern und Audio­ma­te­ri­al trai­niert, was Rech­te­inha­bern mehr Mate­ri­al zum Anfech­ten und mehr Grund zum Han­deln gibt. Regu­la­to­ri­sche Unsi­cher­heit in Bezug auf Fair Use hält die Gerich­te gespal­ten und drängt Klä­ger dazu, zu kla­gen, bevor sich ein Prä­ze­denz­fall fes­tigt. Zugleich sind Lizenz­märk­te ent­stan­den, wodurch unbe­zahl­tes Scra­ping wie eine bewuss­te Ent­schei­dung und nicht wie eine Not­wen­dig­keit erscheint. Unter­neh­men wägen nun die Kos­ten von Rechts­strei­tig­kei­ten gegen Zah­lun­gen oder Ver­glei­che ab, und vie­le Rech­te­inha­ber sehen Kla­gen als Druck­mit­tel. Jedes Urteil bringt neue Kla­gen her­vor und befeu­ert einen Kreis­lauf, der kei­ne Anzei­chen einer Ver­lang­sa­mung zeigt.

Die größten KI-Urheberrechtsfälle: OpenAI, Anthropic und darüber hinaus

Unter den 142 Kla­gen ste­chen eini­ge durch ihre schie­re Grö­ße und rich­tungs­wei­sen­de Bedeu­tung her­vor, ange­fan­gen mit Ope­nAIs andau­ern­dem Rechts­streit gegen The New York Times und die Aut­hors Guild wegen Trai­nings­da­ten aus urhe­ber­recht­lich geschütz­tem Jour­na­lis­mus und Büchern. Anthro­pics Fäl­le haben bereits kon­kre­te Ergeb­nis­se her­vor­ge­bracht, dar­un­ter eine Eini­gung über 1,5 Mil­li­ar­den Dol­lar, die rund 370.000 Autoren betrifft, sowie Kla­gen von Musik­ver­la­gen wie Uni­ver­sal Music Group, Con­cord und ABKCO wegen unbe­fug­ter Nut­zung von Song­tex­ten. Über die­se bei­den Unter­neh­men hin­aus sehen sich auch Meta, Micro­soft, Goog­le, Sta­bi­li­ty AI und Suno mit ähn­li­chen Vor­wür­fen kon­fron­tiert, was zeigt, dass sich die­se recht­li­che Abrech­nung weit über Text hin­aus auch auf Bil­der, Audio und Musik­ka­ta­lo­ge erstreckt.

Verlage und Autoren klagen

Eine ein­zel­ne Zahl erzählt nur einen Teil der Geschich­te: 142 Fäl­le, aber ein bestimm­ter Block von Klä­gern treibt einen Groß­teil die­ser Sum­me an. Ver­la­ge und Autoren haben sich als die schärfs­te Kan­te die­ses Kamp­fes posi­tio­niert und for­dern Kon­trol­le über Tan­tie­men­strö­me, die KI-Unter­neh­men angeb­lich voll­stän­dig umgin­gen. Pro­zess­fi­nan­zie­rung hat dazu bei­getra­gen, die­se Kla­gen auf­recht­zu­er­hal­ten, und gibt Schrift­stel­lern und Ver­lags­häu­sern die Mit­tel, um sich Tech­no­lo­gie­gi­gan­ten direkt ent­ge­gen­zu­stel­len, anstatt sich lei­se zu vergleichen.

  • Ope­nAI sieht sich Kla­gen der New York Times, der Aut­hors Guild und einer wach­sen­den MDL-Lis­te gegenüber.
  • Anthro­pic einig­te sich auf 1,5 Mil­li­ar­den Dol­lar, die größ­te Urhe­ber­rechts-Sam­mel­kla­ge in der Geschich­te der USA.
  • Goog­le wur­de von Hachet­te, Cen­ga­ge, Else­vier und Autor Scott Tur­ow wegen Gemi­ni verklagt.
  • Meta sieht sich Kla­gen von Else­vier, Cen­ga­ge, Hachet­te, Macmil­lan und McGraw Hill wegen des Llama-Trai­nings gegenüber.

Musik- und bildende Kunstansprüche

Neben Büchern und Nach­rich­ten haben sich Musik und bil­den­de Kunst zu erbit­ter­ten neu­en Schlacht­fel­dern im KI-Urhe­ber­rechts­streit ent­wi­ckelt. Anthro­pic sieht sich Kla­gen von UMG, Con­cord und ABKCO wegen min­des­tens 500 Songs aus­ge­setzt, die sowohl Ver­stö­ße gegen das Urhe­ber­rechts­ge­setz als auch Ver­let­zun­gen des DMCA § 1202(b) im Zusam­men­hang mit Trai­ning und Aus­ga­ben behaup­ten. Ein kali­for­ni­scher Rich­ter hat bereits einen frü­hen Antrag auf eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung abge­lehnt, doch der Rechts­streit geht wei­ter, wobei die Ver­la­ge nun auch die Grün­der und ver­wand­te Unter­neh­men ins Visier neh­men. Wäh­rend­des­sen steht Ope­nAI vor sei­ner eige­nen Abrech­nung in Bezug auf visu­el­le Trai­nings­da­ten, da Künst­ler argu­men­tie­ren, dass ihre Wer­ke ohne Zustim­mung zur Füt­te­rung von Bild­ge­ne­ra­to­ren ver­wen­det wur­den. Gerich­te blei­ben skep­tisch gegen­über der urhe­ber­recht­li­chen Schutz­fä­hig­keit gene­rier­ter Kunst und bekräf­ti­gen damit, dass mensch­li­che Urhe­ber­schaft wei­ter­hin von Bedeu­tung ist. Zusam­men zei­gen die­se Strei­tig­kei­ten, dass Schöp­fer aus jedem Medi­um sich wei­gern, ihre Wer­ke still­schwei­gend in maschi­nel­le Lern­pipe­lines auf­neh­men zu lassen.

Wie sich KI-Urheberrechtsansprüche nach Medientyp aufschlüsseln

Zunehmende Streitigkeiten über geistiges Eigentum

Bücher domi­nie­ren die aktu­el­le Wel­le der KI-Urhe­ber­rechts­strei­tig­kei­ten, und die Zah­len machen das deut­lich. Mit 16 buch­be­zo­ge­nen Fäl­len weh­ren sich Ver­la­ge und Autoren ent­schie­den gegen unau­to­ri­sier­tes Trai­ning an Voll­text­wer­ken, und sie geben nicht klein bei. Nach­rich­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen fol­gen dicht dahin­ter und strei­ten über abge­grif­fe­ne Bericht­erstat­tung und archi­va­ri­schen Wert. Bil­den­de Künst­ler und Foto­gra­fen, ein­schließ­lich bedeu­ten­der Akteu­re wie Get­ty Images, weh­ren sich gegen Sti­li­mi­ta­ti­on und Bild­re­pro­duk­ti­on. Musik­rech­te­inha­ber kämp­fen um Song­tex­te und Auf­nah­men, wäh­rend neue­re Kla­gen sich nun auch auf digi­ta­le Comics, archi­tek­to­ni­sche Ent­wür­fe und platt­form­ge­hos­te­te Vide­os aus­wei­ten. Die­ser Über­blick beweist, dass der Streit nicht auf eine Bran­che beschränkt ist, es ist eine umfas­sen­de Abrechnung:

  • Text: Bücher, Nach­rich­ten, Journalismus
  • Visu­ell: Kunst, Foto­gra­fie, digi­ta­le Comics
  • Audio: Musik, Song­tex­te, Tonaufnahmen
  • Erwei­te­rung: Video, archi­tek­to­ni­sche Ent­wür­fe, Sprachaufnahmen

Welche Gerichte entscheiden über die Fair-Use-Frage bei KI-Trainingsdaten?

Wo wird der Streit um KI-Trai­nings­da­ten tat­säch­lich ent­schie­den? Der­zeit vor Bun­des­be­zirks­ge­rich­ten, nicht vor einem ein­zi­gen natio­na­len Forum. Der Nor­t­hern Dis­trict of Cali­for­nia führt hier, mit Rich­ter Alsups Urteil in *Bartz v. Anthro­pic*, das eine kla­re Gren­ze zieht: Das Trai­ning mit über­ar­bei­te­ten, recht­mä­ßig erwor­be­nen Büchern kann als Fair Use gel­ten, raub­ko­pier­te Biblio­the­ken jedoch nicht. *Kadrey v. Meta* lie­fer­te dort einen wei­te­ren Daten­punkt. Der SDNY behan­delt medi­en­in­ten­si­ve Streit­fäl­le wie *The New York Times v. Ope­nAI*, das sich noch im Dis­co­very-Ver­fah­ren befin­det. Kei­ne Beru­fungs­in­stanz hat bis­lang eine bin­den­de Prä­ze­denz­ent­schei­dung zur Zustän­dig­keit erlas­sen, doch die Beru­fung im Fall *Thom­son Reu­ters v. Ross* vor dem Third Cir­cuit, die aus einem klä­ger­freund­li­chen Urteil her­vor­geht, könn­te schließ­lich einen ein­heit­li­chen natio­na­len Stan­dard liefern.

Fair Use vor Gericht: Das rechtliche Argument hinter jedem KI-Fall

Zentrale KI-Urheberrechtsstreitigkeiten

Im Kern fast jedes KI-Urhe­ber­rechts­falls steht das­sel­be recht­li­che Argu­ment, das sich in Dut­zen­den von Kla­gen und Ver­tei­di­gun­gen wie­der­holt: Fair Use. Unter­neh­men bestehen dar­auf, dass das Trai­ning trans­for­ma­tiv sei, ein sta­tis­ti­scher Pro­zess und kei­ne Neu­ver­öf­fent­li­chung, wäh­rend Klä­ger hef­tig zurück­drän­gen und argu­men­tie­ren, dass die mas­sen­haf­te Auf­nah­me von Daten wei­ter­hin das Risi­ko birgt, geschütz­te Aus­drucks­for­men zu repro­du­zie­ren. Die vier gesetz­li­chen Fak­to­ren blei­ben das Schlacht­feld, doch zwei Fra­gen schnei­den am tiefs­ten: Markt­scha­den und Her­kunfts­prü­fung. Gerich­te tren­nen zuneh­mend die recht­mä­ßi­ge Beschaf­fung von Pira­te­rie, und die­se Tren­nung prägt die Ergeb­nis­se inzwi­schen genau­so stark wie die Fair-Use-Ana­ly­se selbst.

  • Trans­for­ma­ti­ve Nut­zung ver­sus Marktsubstitution
  • Her­kunfts­prü­fung der Quel­len von Trainingsdaten
  • Sekun­dä­re Haf­tung im Zusam­men­hang mit unrecht­mä­ßi­ger Aufbewahrung
  • Ansprü­che bezüg­lich der Aus­ga­ben, die auch dann bestehen blei­ben, wenn das Trai­ning als fair ein­ge­stuft wird

Kein Beru­fungs­ge­richt hat den Streit end­gül­tig ent­schie­den, und bei­de Sei­ten wis­sen, was auf dem Spiel steht.

Wie KI-Urheberrechtsurteile die Rechtsdoktrin neu gestalten

Wäh­rend die Bran­che auf ein Beru­fungs­ge­richt war­tet, das eine end­gül­ti­ge Ent­schei­dung fällt, ist die Dok­trin bereits in Bewe­gung, geformt von Fall zu Fall statt durch eine ein­zi­ge umfas­sen­de Ent­schei­dung. Gerichts­ent­schei­dun­gen tren­nen Urhe­ber­schaft, Trai­ning, Ergeb­nis und Markt­ver­drän­gung in sepa­ra­te Rechts­fra­gen und wei­gern sich, eine uni­ver­sel­le Regel für jede KI-Nut­zung auf­zu­stel­len. *Tha­ler v. Perl­mut­ter* ver­an­ker­te das Erfor­der­nis mensch­li­cher Urhe­ber­schaft, wäh­rend Trai­nings­fäl­le schär­fe­re Gren­zen zwi­schen recht­mä­ßi­gen Daten und raub­ko­pier­tem Mate­ri­al zie­hen. Die­se Fall­rechts­ent­wick­lung spie­gelt ein Sys­tem wider, das nicht bereit ist, Abkür­zun­gen zu akzep­tie­ren, und bei jeder Gele­gen­heit eine genaue Prü­fung von Pro­zess, Her­kunft und Markt­scha­den ver­langt. Das Ergeb­nis begüns­tigt die­je­ni­gen, die ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln, schränkt jedoch den Spiel­raum für auto­no­me KI-Schöp­fung und unkon­trol­lier­te Daten­samm­lung glei­cher­ma­ßen ein.

Was bedeutet die Haltung des DOJ zu OpenAI für Kläger im Urheberrecht?

DOJ unterstützt Fair Use

Wie viel Gewicht hat eine Stel­lung­nah­me der Regie­rung, wenn sie kein bin­den­des Recht ist? Eine gan­ze Men­ge, wenn sie vom DOJ kommt und mit­ten in 142 lau­fen­den Kla­gen lan­det. Das State­ment of Inte­rest ent­schei­det nichts, aber es lenkt das Gerichts­ge­spräch in Rich­tung Fair Use, und die Klä­ger wis­sen das. Befür­wor­ter der frei­en Markt­wirt­schaft sehen sich bestä­tigt; Rech­te­inha­ber sehen dar­in föde­ra­le Mus­kel­spie­le zuguns­ten von Big Tech.

  • Trai­ning als Fair Use gewinnt insti­tu­tio­nel­le Rücken­de­ckung und schwächt pau­scha­le Verletzungsansprüche
  • Inter­na­tio­na­le Aus­wir­kun­gen zeich­nen sich ab, da ande­re Natio­nen die poli­ti­schen Signa­le der USA zur KI-Wett­be­werbs­fä­hig­keit beobachten
  • Klä­ger könn­ten sich ver­stärkt auf ergeb­nis­ba­sier­te Schä­den ver­la­gern und Trai­nings­ar­gu­men­te ganz umgehen
  • Ver­zö­ge­run­gen im Ver­fah­ren könn­ten zuneh­men, da Gerich­te poli­ti­sche Rhe­to­rik gegen Recht­spre­chung abwägen

Die Klä­ger sind nicht geschla­gen, aber der Weg ist nun stei­ler geworden.

Vergleiche und Lizenzvereinbarungen: Wohin sich die KI-Urheberrechtsstreitigkeiten als Nächstes entwickeln

Was bekommt ein KI-Unter­neh­men für 3.000 Dol­lar pro urhe­ber­recht­lich geschütz­tem Werk tat­säch­lich? Offen­bar nicht viel Sicher­heit. Der Anthro­pic-Ver­gleich setz­te eine Deal-Bewer­tung, an der sich Unter­neh­men jetzt ori­en­tie­ren, aber er regel­te Ansprü­che wegen raub­ko­pier­ter Bücher, nicht ver­han­del­te Lizenz­be­din­gun­gen. Die­ser Unter­schied ist für alle wich­tig, die ver­fol­gen, wohin das ech­te Geld fließt.

Wäh­rend­des­sen ent­schei­den sich Ver­la­ge für Ver­trä­ge statt Gerichts­sä­le. Red­dit, AP, News Corp und ande­re sicher­ten sich Zah­lungs­struk­tu­ren, die von Jah­res­ge­büh­ren bis zu mehr­jäh­ri­gen Pake­ten rei­chen, und bewei­sen damit, dass Lizen­zie­rung Pro­zess­füh­rung schlägt, wenn Ver­hand­lungs­macht vor­han­den ist. Der Per­ple­xi­ty-Deal von News Corp zeigt, dass sich die­ses Mus­ter über die größ­ten KI-Akteu­re hin­aus ausbreitet.

Der Kampf ver­schiebt sich: weni­ger dar­um, ob Schöp­fer bezahlt wer­den, mehr dar­um, wer den Zah­lungs­strom kon­trol­liert, sobald Ver­glei­che zustan­de kom­men. Autoren und Ver­la­ge tei­len die Erlö­se bereits ungleich auf, und die­ser Streit fängt gera­de erst an.

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